Die revolutionäre Kraft der Liebe  

Liebe als tief verwurzelte Kraft im Menschen ist grundlegend, um erfahren zu können, dass die Welt nicht zu groß ist. In ihrem Video-Impuls für den gleichnamigen Workshop beleuchtet die Diplom-Psychologin und Diplom-Theologien Theresia Strunk das Phänomen und die Dynamik von Bindung und der Möglichkeit, sich auf Unbekanntes und Herausforderungen einzulassen.

Sie erzählt von Beispielen und Erfahrungen. Sie hatte nicht immer eine persönliche Beziehung zu P. Kentenich. Als sie jedoch einmal in ihrer aktiven MJF-Zeit bei einer Gebetszeit in der Gründerkapelle sich von ihm persönlich angesprochen gefühlt hatte, nahm sie eine neue Aufgabe in der MJF an und stellte sich zur Verfügung.

„Wir leben, um zu lieben“, schreibt eine krebskranke Mutter im Brief an ihren Sohn, zu Gunsten dessen Gesundheit sie während der Schwangerschaft auf die so notwendige Krebstherapie verzichtet hatte und in Folge dessen nach kurzer Krankheit starb.

Bindung als Ressource: Aus Bindungen können wir Kraft schöpfen, um mit neuen Dingen und Herausforderungen umzugehen.

Wo ist mein „sicherer“ Ort, wenn eine neue, attraktive oder beängstigende Welt vor mir liegt?  

Neue Phasen in unserem Leben lösen oft tiefe, manchmal existentielle Dynamiken im Inneren aus. Welche Bindung oder Bezugsperson schenkt mir Verlässlichkeit, wenn ich mich Neuem oder Unbekanntem gegenübersehe?

Welche Person ermutigt mich, beim Nicht-Verstehen nicht stehen zu bleiben, sondern weiterzugehen? 

Wessen Freundschaft und Liebe macht mich größer? Wer lässt mich mein Potential in der Welt sehen und gibt mir Kraft, mich einzubringen? Wer macht mir Mut?

Welcher Welt möchte ich mich aus Liebe zur Verfügung stellen? 

Auch dort, wo mir Halt oder Bezugspersonen, die mir Mut machen, noch fehlen:  

Man kann sich in eine Beziehung auch hineinkämpfen, wenn wir unser Herz für die Liebe (Gottes) öffnen und uns von dieser Liebe berühren lassen.

Aufarbeitung von Raphaela, nach dem Workshop von Theresia Strunk