NdH online – ein starkes Netz

Während der Produktionswoche der NdH in diesem Jahr stand ein Netz im Zentrum des Heiligtums. Ein Netz aus Wollfäden, das die Vernetzung zwischen uns allen symbolisieren soll. Noch deutlicher als bisher spüren wir in diesem Jahr, wie wichtig die Vernetzung untereinander ist, von der wir immer sprechen. Ein Jahr, in dem wir uns leider nicht, so wie wir uns das wünschen, „live“ treffen können. Jeden Morgen knüpfen die Helfer die Namen von Menschen in das Netz, von denen sie wissen, dass sie eigentlich mit ihnen hier am Ursprungsort gewesen wären und an der NdH teilgenommen hätten. Geistig vernetzen wir uns durch das Liebesbündnis – ganz besonders, wenn wir uns am NdH-Wochenende selbst an verschiedenen Orten, in Schönstatt, Regensburg, Fulda, Aulendorf, Wien usw. und in jedem Wohnzimmer gemeinsam bei der Liebesbündnisfeier miteinander verbinden. Auch wenn wir an verschiedenen Orten, sogar in verschiedenen Ländern sitzen, sind wir eins im Glauben. 

Die Situation heuer eröffnet aber vor allem den Blick auf das Potential dieser digitalen Nacht des Heiligtums. Die Teilnehmer treffen sich an „ihren“ Heiligtümern, nutzen die Schönstattzentren in den Diözesen und treffen so ihre Freunde wieder.  

Oft heißt es, im digitalen Zeitalter ginge alles viel besser, weil die Kommunikation schneller und vieles leichter von der Hand ginge. Dennoch fehlt etwas ganz Wichtiges und vor allem Essentielles für die NdH: die persönliche Begegnung mit Menschen, die wir vielleicht nur einmal im Jahr treffen und zwar am ersten Septemberwochenende hier am Gründungsort. 

Es sind diese kleinen, feinen Dinge, die fehlen, wie zum Beispiel: Hymnen singen um Mitternacht, anstoßen im Rheinisch-Pub, etwas Kreatives gestalten, Waffeln essen, Gespräche in der Essenswarteschlange, abshaken im Bayernzelt, Flammkuchen verkosten und vieles, vieles mehr, aber vor allem das gemeinsame Lachen gehen mir gerade einfach richtig ab.  

Ich meine, sagen zu dürfen, wir alle gehen einander einfach ab und wir sehen, dass nicht immer alles so leicht ist, wenn man sich selbst dazu aufraffen muss und sich nicht einfach berieseln lassen kann. Man muss schon was tun, wenn man was haben will. Auf der NdH sind uns die ganzen Wege und Anstrengungen vielleicht nicht so bewusst, aber wir tun es, weil wir es so gewohnt sind und irgendwie auch so brauchen.  

Das macht diese Vernetzung zwar nicht vor Ort, aber in unseren Herzen einfach besonders – das ist die Nacht des Heiligtums. 

Gedankensammlung von Alexander und Christoph